Mit große Namen wie THE BEATLES, U2 und PINK FLOYD hat er schon gearbeitet. Jetzt konnten MISTERY JET Chris Thomas als Produzent für ihr neues Album "Serotonin" gewinnen. Die Band kann ihr Glück noch immer kaum glauben. "Er kann Dinge hören die sonst niemand von uns hört", flüstert Gitarrist William Rees. "Er hat ein Gehör wie ein Hund". Und Frontmann Blaine Harrison fügt hinzu: "Die Anekdoten sind einfach unglaublich".
Charmante Bescheidenheit spricht da aus Herrn Harrison. Ist doch die Entstehungsgeschichte seiner eigenen Band auch nicht von schlechten Eltern. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die "Ära MYSTERY JETS" beginnt mir der musikalischen Zusammenarbeit von Vater und Sohn. Henry Harrison, ein Gitarrist der alten Schule mit Vorliebe für den Prog Rock, und sein Sohn Blain gründeten die Band 2003 zusammen mit Tamara Pearce-Higgins (Keyboard), Kai Fish (Bass, Gitarre, Backing Vocals und Keyboard), Kapil Trivedi (Schlagzeug) und William Rees (Gitarre, Backing and Lead Vocals, ebenfalls Keyboard und Percussion).
Viel haben die MYSTERY JETS seit dem erlebt. Den Ausstieg von Oberhaupt Henry und Keyboarderin Tamara Pearce Higgings. Die Entwicklung von anfänglichem ProgRock zum heutigen Sound, irgendwo zwischen Indie und Power-Pop mit 80er Jahre-Anleihen. Blaine erinnert sich an die damaligen Einflüsse: "Wir wollten CRIMSON sein, die FLOYDS und GENESIS und alle zur gleichen Zeit. Dann beeinflussten uns THE LIBERTINES maßgeblich und manch anderes komischeres Zeug."
Ein sehr verwirrter Haufen Kids waren sie damals, aber eben auch sehr enthusiastisch.
Der Enthusiasmus ist geblieben, die Leichtigkeit der Jugendtage ebenfalls. Nur geht es jetzt etwas gesitteter und strukturierter zu Werke. Weniger Chaos und mehr Intensität ist angesagt auf "Serotonin", dem dritten Album.
Doch bevor die neuen Songs aufgenommen werden konnten probte man diese ausgiebig auf einer kleinen Tour durch Berliner Locations. Es wurde ausschließlich neues Material gespielt, ganz ohne Promotion und unter anderen, gerne wechselnden Bandnamen wie Beispielsweise THE CRYSTAL WOLF HUNTERS. Und diese Tour war genau das, was Blaine und Kai schon immer einmal machen wollten – ein Kindheitstraum wurde wahr.
Vielleicht entsandt bei all der Freude ob des Berlinaufenthalts und seine Freiheiten auch der Name "Serotonin". Auch bekannt als "Glückshormon".
In der Tat, kleine Wogen des Glücks überkommen einen immer wieder beim Hören von "Serotonin". Man findet alles, was das Herz begehrt: psychodelisch angehauchten Pop, Indie in seiner schönsten und sommerlichsten Form, Discoklänge für das ausgiebige Schwingen von Tanzbeinen und zu Herzen gehende Harmonien.