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MORCHEEBA - Blood Like Lemonade
PIAS/Rough Trade] VÖ | 18-06-2010
Die gute Nachricht gleich Vorweg: MORCHEEBA ist wieder MORCHEEBA. Die verlorene Tochter ist zurück. Skye Edwards ist als Sängerin nach über sechs Jahren wieder mit an Bord. Und das Schöne ist: Mit ihr knüpft MORCHEEBA an den Sound von „Big Calm“ und „Fragments of Freedom“ an.
Die Songs sind mit entspannten, meist schleppenden Trip-Hop-Beats unterlegt, und die samtige Stimme der schönen Britin gibt dem Album den nötigen Soul. Neben den gewohnten Gitarren-Arrangements und sparsam eingesetzten Scratches der DJ Brüder Paul und Ross Godfrey gibt es auf „Blood Like Lemonade“ aber auch Neues zu entdecken. So startet „Mandala“ mit Sitar-Klängen und einem Akkordeon-Sample, eine wohl einzigartige Kombination. „Even Though“ ist unterlegt mit den hellen Klängen eines afrikanischen Daumen-Klaviers, was dem Track eine leicht tropische Note verleiht. Auch durch sein Arrangement und seine Melodieführung ist „Even Though“ mit Sicherheit eine der Höhepunkte des Albums. Erklärtes Lieblingsstück ist jedoch „Crimson“, der Opener der Platte, bei dem man den karmesinroten Sonnenuntergang förmlich zu spüren scheint. Hier kann man sich herrlich zurück lehnen und die leichte Melancholie des Songs genießen, auch wenn der Text von Liebe, Verrat und Tod handelt. Der Titelsong „Blood Like Lemonade“ kommt etwas flotter, treibender daher und lässt keinen Zweifel mehr: MORCHEEBA's back!
So bleibt das Fazit: Wo MORCHEEBA drauf steht, ist auch MORCHEEBA drin. Wer den entspannten Sound des Projekts schon früher mochte, wird sicherlich nicht enttäuscht. Wer musikalische Umbrüche erwartet, sucht allerdings vergebens.
Und auch wenn „Blood Like Lemonade“ als logistische Meisterleistung in Einzelteilen zwischen Frankreich, Hollywood und Großbritannien aufgenommen wurde, wer weiß: Vielleicht sieht man die drei auch bald wieder mal live auf der Bühne stehen. Wertung von Flamingyouth:

| Wertung der Leser:
 2 Bewertungen
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[Janika Meiners 22-06-2010]
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