METALLICA - Death Magnetic
[Mercury / Universal] VÖ | 12-09-2008 So lange wie man auf das neue, gerade mal neunte Studio-Album der Old-School Bay Area-Thrasher gewartet hat, so lang ist die Metal-Matte von Frontröhre und Ex-Alki JAMES HETFIELD lange nicht mehr. Produzenten Guru RICK RUBIN hat sich dem Alphatier METALLICA angenommen und sie zurück in die Alte Schule geschickt. Dabei herausgekommen sind in der Tat Ansätze die an glorreiche „…And Justice For All“-Zeiten erinnern – übrigens fast auf den Tag genau vor zwei Dekaden released. Bis zum letzten ausgetüfteltes und verschachteltes Riff-Stapeln – die zehn Track kommen auf satte 74 Minuten Spielzeit. Seit dem Ausstieg von Mosh-Monster JASON NEWSTED haben METALLICA wieder einen Zahn an Umdrehungen zugelegt. Erst das durchaus amtliche „St. Anger“ und nun endlich die Trennung von BOB ROCK (BON JOVI, MÖTLEY CRUE – sic!), der die Band 1991 mit dem „Black Album“ in dieses fast 20-jährige Dilemma geführt hat. RICK RUBIN hatte also auch hier, wie auch schon bei CASH, den RHCP und NEIL DIAMOND die Aufgabe, die Künstler zurück zu ihren Wurzeln zu führen. Mit „Death Magnetic“ liefern HETFIELD und Konsorten das beste Album seit dem 1988 veröffentlichten „Justice“-Überhammer. Sie besinnen sich auf das Wesentliche und schrauben sich hervorragend in die Höhe, JAMES` legendäres Riffing ist zurück und selbst Band-Unsympath, die selbstverliebte Labertasche LARS ULRICH rockt seine Drums klassisch. Beeindruckend ist auch der Sound, wenn gefühlte zehn Gitarren abgestoppte Stakkato-Parts durch die Lautsprecher wummern. Fett. Die erste Single-Auskopplung `The Day That Never Comes`, eine eher ruhig beginnende Nummer – ganz old-school an vierter Stelle – erzeugt im Refrain eine Gänsehaut, wenn die mehrstimmigen Gitarren an das Titelstück der „Justice“ anlehnen. Je öfter man „Death Magnetic“ reinlegt, desto mehr gehen die überlangen Songs ins Ohr. Ein Highlight ist unbedingt das pumpende, groovende Instrumental `Suicide & Redemption“. Sicher, es wird auch viel rumgenudelt, aber mit diesem Album können sich die in den letzten Jahren zu Yuppie-Metallern Verkommenen wieder blicken lassen. Dieses Songwriting und selbst der „moderne“ Sound wirken sehr schön vertraut und kraftvoll. "Welcome Home" Boys! Wertung von Flamingyouth:

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[Marceese Trabus 19-09-2008]
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