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  FARADAY - The Dying Art Of Composure

[Ratio Records / Flight 13 / Finetunes]
VÖ | 27-04-2007

Prog-Rock Bands haben immer so wahnsinnig lange, inhaltesschwere Titel für ihre Platten und Songs, die dem nicht Eingeweihten dann oft sehr komisch vorkommen. Ich finde das meistens immer eher amüsant. So auch bei FARADAY. Die Platte heißt also „Die sterbende Kunst der Gelassenheit“, was - ich kann mir nicht helfen - auf Englisch total pathetisch klingt, aber sehr gut zur Platte passt. Denn wir haben es hier mit einer sehr ausgeglichenen, liebevoll arrangierten EP zu tun. Ausserdem soll man sich ja auch nicht von Oberflächlichkeiten wie Bandnamen oder Plattentiteln blenden lassen.

Sehen wir uns die zweite Veröffentlichung der Hamburger Band also einmal ein bisschen genauer an. FARADAY sind nicht so vertrackt wie viele ihrer Genrekollegen und vor allem zugänglicher. Auch wenn sich kein Part wirklich wiederholt, ist dem Fluss sehr leicht zu folgen. Und jeder für sich ist wahnsinnig - ich komme um dieses Wort nicht herum - schön. FARADAY haben ein gutes Verständnis von Pop, und ihnen gelingt es, ihn sehr geschickt so vertrackt werden zu lassen, wie es eben geht. Gleichzeitig hat man aber nie das Gefühl, nicht mehr folgen zu können. FARADAY zeigen eindrucksvoll, dass es möglich ist, sperrige, anspruchsvolle Musik so schlüssig zu arrangieren, dass Sie die Nerds hinter sich lassen kann. Eine sehr schöne und (auch) ansehnliche, in Eigenregie aufgenommene EP, die mit knapp 30 Minuten Länge eigentlich schon als Platte durchgehen könnte. Anspieltipp von mir ist 'Don't Drink And Dial' - ein Riesenhit.

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[Deniz Jaspersen 04-05-2007]

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