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  THE TOULOUSE

„WER VIEL HAT, KANN VIEL ZEIGEN.“

Vorgeschichte:

Das Internet ist voll von hochinteressanten Diskussionen. In einem Forum stand:

User: „Warum dieses Englisch-Gesinge? Ich dachte ihr kommt aus Berlin.“

Sascha: „Haben sich deutschsprachige Menschen immer noch nicht daran gewöhnt, dass man als Halb-Deutscher englischsprachige Texte auch mit Inhalt füllen kann, der aus einem selber kommt und nicht nur “lalala” ist? (…) Seltsam, dass sich niemand aufregt, warum 85% aller Schwedischen Bands in Englisch singen.“

 

 

Chris von THE TOULOUSE stellte sich den Fragen von FY und plauderte über Wurzeln, Outfits, Vorbilder, Kindheitserinnerungen und böse Vergleiche. Nebenbei wurde dann noch das eine oder andere Klischee bestätigt oder beseitigt. Wer sucht, der findet!

 

 

 

Über THE TOULOUSE

 

Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen? Französische Wurzeln, persönliche Erinnerungen oder Sonstiges?

 

Das fällt definitiv unter die Kategorie „persönliche Erinnerungen“. Unser Sänger und Gitarrist Sascha hat vor einigen Jahren in Toulouse das Ende einer Beziehung verlebt – die daraus entstandenen Songs waren der Grundstein für die Band. Von selbigen Titeln ist bis heute nicht mehr viel übrig geblieben. Einzig und allein die Hauptthemen der Songs, die sich in den meisten Fällen mit Glück, Pech, Liebe und Hass auseinandersetzen, sind geblieben.

 

 

Was hat das „The“ im Bandnamen zu suchen?

 

Bis vor wenigen Jahren hießen wir noch „Toulouse“, ohne jeglichen Artikel. Kurz vor der Veröffentlichung unserer ersten EP „Spit On The Bar“ war uns jedoch die Gefahr, in Streitigkeiten mit der gleichnamigen Stadt zu kommen, zu groß. Also stellten wir ein „The“ voran und alle waren und sind glücklich.

 

 

Welche Aussage steckt hinter euren Outfits?

(Anm. d. Red.: alle Mitglieder tragen weiße Hemden und Krawatten im Einheitslook)

 

Das ist eigentlich eine kleine Hommage an die Bands der 60er und 70er Jahre. Denkt man an die Auftritte der Beatles fällt sofort der einheitliche Look auf – und das steigert auf jeden Fall das Bandgefühl, sowohl für uns als auch den Zuschauer. Wir sind eine höchst eitle Band und treffen uns vor jeder Tour regelmäßig zum kollektiven Hemdenbügeln!

 

Über die Musik:

 

 

Musikalische Vorbilder von THE TOULOUSE?

 

Bei uns mischt sich eine Menge musikalischer Interessen:

Clemens und ich sind große Jazzliebhaber. Das äußert sich vor allen Dingen in der Tatsache, dass wir beide schon seit einigen Jahren in der Formation „Jazzkomplott“ zusammen Musik machen. Marek, Clemens und vor allen Dingen ich sind außerdem große Fans von John Mayer und Dredg. Sascha hat sich dem New Wave und Indie verschrieben und kommt gut mit Joy Division und The Smiths zu recht. Natürlich hört man uns auch an, dass viel Brit-Pop drinsteckt – dieser Einschlag kommt ebenfalls von ihm. Unser Bassist steht auf Bands wie The Killers. Ich persönlich bin außerdem ein großer Anhänger gut gemachter, deutscher Pop-Musik á la Madsen und Bosse.

 

 

Im September 2008 habt ihr die EP „Spit On The Bar“ veröffentlicht. Was hat sich seitdem verändert

 

Musikalisch?

 

Wir haben gemerkt, dass unseren Fans und uns die Mischung aus treibenden Grooves und Synthie- sowie Dance-Elementen sehr liegt. Ansonsten hat sich nicht viel verändert: wir bedienen gerne viele Stile und legen uns ungern fest. Wer viel hat, kann viel zeigen.

 

Privat?

 

Wir mögen uns immer noch ;)

 

 

 

Wie war es eure Songs das erste Mal im Radio zu hören?

 

Das ist immer eine surreale Situation, schließlich saß jeder von uns als kleines Kind vorm Radio und hat darauf gewartet, dass die Lieblingsband gespielt wird. Und genau dieses Gefühl kommt dann tausendfach-potenziert wieder vor: man wird unruhig, grinst, und jeder, der mit dir im Raum ist hat verdammt noch mal zuzuhören. ;)

Man erinnert sich ebenfalls an viele Situationen, in denen man den gerade laufenden Song im Proberaum geschrieben, geprobt und im Studio eingespielt hat. Für dieses Gefühl lohnt sich jeder Aufwand!

 

 

Wie geht es musikalisch weiter mit THE TOULOUSE? Single, Album, Tour?

 

Wir bereiten uns derzeit auf Studioaufnahmen Mitte März vor. Viele Leute fragen uns nach einem Album – auch wir sind der ganzen EP-Sache leid. Von daher wird der nächste große Schlag der Longplayer!

 

 

Steckt eine Geschichte hinter `All I Wanna Do Is Dance, MOTHERFUCKER`?

 

Im Wesentlichen soll dieser Song das Party-Gefühl transportieren. Es ist doch so: viele Leute flippen in ihren eigenen vier Wänden zur Lieblingsmusik völlig aus, genieren sich aber im Club die Beine zu bewegen – das finden wir schade. Allen, denen es so geht, bietet dieser Song knappe 2:30 Minuten Übungsplayback.

 

 

 

Über dich:

 

Welchen Look-a-like-Contest würdest du gewinnen?

 

Manche sagen ich sehe aus wie Thomas von Silbermond. Das passt sogar ganz gut, der Typ spielt nämlich ne ziemlich amtliche Rockgitarre. Böse Zungen vergleichen mich gerne mal mit Daniel Schuhmacher von DSDS. Diese Zungen werden dann konsequent von Facebook geblockt.

 

 

Welchen Satz wolltest du schon immer sagen?

 

Ich kann Björk nicht ausstehen, weder musikalisch noch äußerlich. Wenn man diesen Satz in einer Menschengruppe von mehr als drei Personen anbringt, kriege zumindest ich in sekundenschnelle verständnislose Blicke und grimmige Gesichter zurück.

Bin musikalisch äußerst tolerant, aber bei diesem isländischen Gejaule hört es irgendwie auf.

 

 

Welche Frage würdest du dir in einem Interview selbst stellen?

 

Was hat eine Blondine mit dem Universum gemeinsam?

 

 

 

Klischeefazit:

THE TOULOUSE sind eine dieser „The-Bands“, die im selbstgebügelten Einheitslook seit 2002 musikalisch praktiziert, sich im Privaten gerne mal den ein oder anderen Blondinenwitz erzählt und die unterschiedlichen Einflüsse der Bandmitglieder in Songtiteln wie `All I wanna do is dance, MOTHERFUCKER` vereint.

 

Oder auch, wie von Chris bereits verdammt gut erkannt:

Wer viel hat, kann viel zeigen! Hört selbst! Hier .

 

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[Melanie Gerasch 17-01-2010]

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www.myspace.com/thetoulouse
www.thetoulouse.de/
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