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MASTERS OF REALITY - Pine/Cross Dover
[Brownhouse/Mascot/Rough Trade] VÖ | 28-08-09 Fast hätte man sich Sorgen machen können um den hühnenhaften Daddy des Stonerrocks: Eine gefährliche Infektion zwang CHRIS GOSS, Chef-Songwriter der MASTERS OF REALITY, 2004 ins Krankenhaus, die im selben Jahr veröffentlichte Platte „Give Us Barabbas“ blieb daraufhin ohne Tour und soweit auch letztes Lebenszeichen der Band. Doch dank seines zusammen mit JOARDIE WHITE (MARILYN MANSON) initiierten Zweitprojekts GOON MOON und einigen namhaften Produzenten-Engagements (u.a. MARK LANEGAN BAND, UNKLE, THE DUKE SPIRIT) blieb Goss nach seiner Genesung auch ohne neuen MASTERS-Output präsent. „Pine/Cross Dover“ heißt nun das neueste Werk der Band, die bereits mit ihrem gleichnamigen, von RICK RUBIN produzierten Debut im Jahr 1988 einen Bluesrock-Meilenstein für die Ewigkeit geschaffen hat. Gleich der erste Track erinnert an die alten Tage: ,Kich Richard TLH´ hätte angesichts des sphärischen Gesangs auch sehr gut auf das legendäre Debut gepasst, die knarzigen Gitarren wiederum ziehen sich hier so prägnant in die Länge wie auf dem nicht weniger brillianten zweiten Album „Sunrise On The Sufferbus“ (1992). Songs wie ,Absinthe, Jim And Me´ – unzweifelhaft von schwerem Alkohol beeinflusst – oder ,Always` wiederum hätten gut und gern auf die 2001er-Masters-Scheibe „Deep In The Hole“ gepasst. Ein Plagiat ihrer selbst sind Goss und sein einziger Langzeitpartner JOHN LEAMY deshalb aber noch lange nicht. ,Pine/Cross Dover` versöhnt vielmehr endgültig die vielen unterschiedlichen Einflüsse, die sich über die vergangenen zwei Jahrzehnte im Kosmos der MASTERS OF REALITY angesammelt haben. Abgehangener Blues, staubtrockener Robot-Rock’n’Roll wie ihn auch Goss’ Zögling JOSH HOMME zu spielen pflegt sowie Doom der älteren Sorte bleiben das zeitlose Maß aller Dinge. Auch mit dem rohen, zwölfminütigen Instrumental-Jam am Plattenende bleibt diese Mischung so kurzweilig und bereichernd wie man es von jüngeren Bands kaum noch gewohnt ist. Wertung von Flamingyouth:

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[Bernd Skischally 15-09-2009]
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